

 
Fotos:
Lisa Biedlingmaier
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GHOSTS
:: who's watching you?
Eine Observation für
je einen Beobachter und einen Schauspieler
nach der «New York Trilogie» von Paul Auster
Eine
Produktion von mikeska:plus:blendwerk
in
Koproduktion mit Theaterhaus Gessnerallee Zürich
Premiere 17. Oktober 2007
Regie
Bernhard Mikeska
Raum Dominic Huber
Kostüme Esther Krapiwnikow
Dramaturgie Andreas Regelsberger
Licht Christa Wenger
Sound Martin Wigger
mit
Miriam Fiordeponti, Sascha Gersak, Wowo
Habdank,
Andrea Schmid / Lara Körte, Dominique Müller, Luc Müller
Nächste
Vorstellungen
06. - 08. November 2008 IETM Zürich / Theaterhaus Gessnerallee
Selten
habe ich bei einem Theater eine solche Spannung
erlebt — und selten habe ich erlebt, wie ein literarischer Text
dermassen unmittelbar und wirkungsvoll umgesetzt wurde. Wow! GHOSTS
:: who’s watching you? von mikeska:plus:blendwerk nach
Paul Austers “New York Trilogie” ist ein Ereignis, neben dem
jedes Guckkastenspiel nur noch erbärmlich wirkt.
Da die Zuschauer alleine unterwegs sind, können sich pro Abend jedoch
nur 15 Leute auf die Verfolgungsjagd machen — die Plätze dürften
bald knapp werden.
www.kulturblog.ch
GHOSTS
:: who's watching you schickt seine Zuschauer – zutreffender
ist: seine Besucher und bald auch Mitspieler – mit Kopfhörern
und Handy auf die Strasse. Dabei ist jeder für sich allein unterwegs,
und er wird zuerst Dreh- und dann zum Mittelpunkt der Inszenierung. (...)
Die
reale Stadt Zürich wird zu einem Palimpsest, der eine andere Geschichte
sichtbar macht, einen anderen Ort, eben beispielsweise New York, oder
eine andere, vergangene Zeit: Kindheitserinnerungen etwa. Und die Stimme
scheint nicht mehr die Geschichte des zu Verfolgenden zu erzählen,
sondern desjenigen, der verfolgt. Beinahe unmerklich vollzieht sich diese
Kippbewegung, bis sich zuletzt die Rollenverteilung als Täuschung
erweist und der Beschattende versteht, dass er letztlich sein eigenes
Spiegelbild verfolgt hat. Wie diese überraschende Mise en abîme
zustande kommt, soll aber an dieser Stelle nicht verraten werden. Dazu
muss sich jeder schon selbst in dieses Spiegelkabinett hineinbegeben.
Eine anhaltende Wirkung auch nach Abgabe der Kopfhörer ist garantiert.
Neue
Zürcher Zeitung |